# Physiques Unlimited > Coaching und Ernährungsberatung — wissenschaftlich fundiertes Training, Ernährung und Wettkampfvorbereitung. Inklusive eigener Forschung (frei zugängliche Paper mit DOI). 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Die in der Longevity-Community übliche Dosis von 5 bis 10 mg pro Tag besteht seit über zwei Jahrzehnten ohne saubere translationale Begründung. Diese hypothesengenerierende Arbeit zeigt über eine vergleichende Wirkstärke-Analyse, dass das Milligramm-Paradigma ursprünglich auf Studien mit Epithalamin beruht — einem rohen Polypeptid-Extrakt aus Rinder-Zirbeldrüsen — und nicht auf Epitalon selbst. Primatendaten belegen einen modell- und endpunktspezifischen Wirkstärke-Unterschied von rund 500-fach, Drosophila-Modelle einen vergleichbaren 1.000-fachen Unterschied. Die allometrische Skalierung der wirksamen Maus-Dosis (1,0 µg pro Maus an 5 aufeinanderfolgenden Tagen pro Monat) ergibt eine humanäquivalente Dosis von etwa 190 bis 230 µg pro Behandlungstag für eine 70-kg-Person. Zusammen stützen die Befunde die prüfbare Hypothese, dass Epitalon im niedrigen Mikrogramm-Bereich (etwa 100 bis 300 µg pro Behandlungstag) evaluiert werden sollte — nicht im Milligramm-Bereich. Die heutige Praxis könnte eine systematische Überdosierung sein, verwurzelt in der historischen Verwechslung eines Rohextrakts mit einem gereinigten synthetischen Peptid. Kernergebnisse: 1. Die etablierte 5–10-mg-Dosis stammt aus Studien mit Epithalamin (Rohextrakt), nicht mit dem reinen Peptid Epitalon. 2. Primatendaten zeigen einen ~500-fachen, Drosophila-Modelle einen ~1.000-fachen Wirkstärke-Unterschied zwischen beiden Präparaten. 3. Allometrische Skalierung der wirksamen Mausdosis ergibt eine humanäquivalente Dosis von nur ~190–230 µg pro Behandlungstag. 4. In-vitro-Daten (BT474) zeigen eine nicht-monotone Dosis-Wirkung mit maximaler Telomer-Verlängerung bei 0,2 µg/mL und nachlassendem Effekt bei höheren Konzentrationen. 5. Schlussfolgerung: Epitalon sollte in formalen Dosisfindungsstudien im Mikrogramm-Bereich (~100–300 µg/Tag) untersucht werden statt im Milligramm-Bereich. 6. Die heutige Konvention bedeutet vermutlich ein bis zwei Größenordnungen höhere Exposition als pharmakologisch begründbar. ### Influence of Doping-Related Social Media Content on the Willingness to Dope in the Fitness and Bodybuilding Community: A Quantitative Cross-Sectional Study - URL: https://physiques-unlimited.de/paper/dopingbereitschaft-fitness-community-2025 - Typ: PREPRINT - Jahr: 2025 - Veröffentlicht in: ZENODO - DOI: https://doi.org/https://doi.org/10.5281/zenodo.16283540 - Stichprobe: N = 378 - Autoren: Chang-Hun Jung, Léon Sharon Geisler Diese quantitative Querschnittstudie untersucht den Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber dopingbezogenen Social-Media-Inhalten und der Bereitschaft, leistungssteigernde Substanzen zu verwenden, in der deutschsprachigen Fitness- und Bodybuilding-Community. In einer Online-Befragung von 378 Erwachsenen (81 % männlich, M = 32,9 Jahre) wurden der Konsum steroidbezogener Beiträge, Einstellungen zum Doping, wahrgenommene Risiken, Körperbildzufriedenheit und Drive for Muscularity mit validierten Instrumenten (BSMAS, PEAS, DMS) erfasst. Häufige Exposition gegenüber Steroid-Content auf Instagram und YouTube war positiv mit höherer Akzeptanz und Nutzungsintention von anabolen Steroiden und Wachstumshormonen assoziiert. Mediensucht-Tendenzen und ein ausgeprägter Drive for Muscularity verstärkten diese Zusammenhänge zusätzlich. Kernergebnisse: 1. Häufiger Konsum steroidbezogener YouTube-Inhalte korreliert substanziell mit höherer Doping-Akzeptanz (r = .48, p < .001) — die Konsumfrequenz erklärt rund 24 % der Varianz (η² = .239). 2. Höhere Konsumfrequenz geht mit geringerer Risikowahrnehmung einher (r = −.33, p < .001) und mit höherem Vertrauen in steroidthematisierende Influencer (r = .42, p < .001). 3. Männer zeigen deutlich höhere Doping-Akzeptanz als Frauen (t = −6,50, p < .001, Cohen's d = 0,886). 4. Drive for Muscularity ist ein zentraler Prädiktor (β = .29) und vermittelt rund 20 % des Effekts von YouTube-Konsum auf Doping-Akzeptanz. 5. Inhaltsqualität (88,4 %) und wissenschaftliche Fundierung (80,7 %) bestimmen die wahrgenommene Glaubwürdigkeit von Influencern — Followerzahl ist nahezu irrelevant (2,9 %).